KI-basierte Medical Scribes: Garant für mehr Barrierefreiheit im Gesundheitswesen

Dieser Artikel ist Teil unserer Serie "The Clinician's Perspective", in der wir das Zusammenspiel von KI und Gesundheitswesen aus der Sicht unseres Teams beleuchten – ehemalige Ärzt:innen und Therapeut:innen, die die Realität der Patientenversorgung aus erster Hand kennen.

KI-basierte Medical Scribes: Mehr als Effizienz - ein Garant für mehr Barrierefreiheit im Gesundheitswesen

Für viele Ärzt:innen ist Dokumentation ein unvermeidlicher Teil des Arbeitsalltags. Doch für einige ist es mehr als nur eine lästige Aufgabe – es ist ein ständiger Kampf, der zusätzlichen Stress in ein ohnehin schon anspruchsvolles Berufsbild bringt.

Die unsichtbaren Herausforderungen der medizinischen Dokumentation

Dr. Melania Ishak, Assistenzärztin für Geburtshilfe und Gynäkologie beim NHS, kennt diesen Kampf aus erster Hand. Sie leidet unter Legasthenie und beschreibt, wie die Belastung durch die medizinische Dokumentation ihren Arbeitsablauf und ihr Wohlbefinden beeinträchtigt. Einfache Aufgaben wie das Zusammenfassen von Patientengesprächen oder das Verfassen von Briefen erfordern zusätzlichen Aufwand und Zeit, was zu Ermüdung und Frustration führt.

Ein anderer Arzt, der sich anhört, dass i

Diese Geschichten sind kein Einzelfall. Viele Ärzt:innen und Therapeut:innen sind mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert, sei es aufgrund von Legasthenie, Hörbehinderungen, Neurodiversität, Sprachbarrieren oder auch nur einer langsameren Tippgeschwindigkeit. Dennoch gelten für sie alle die gleichen unerbittlichen Dokumentationsstandards. Besonders groß ist die Belastung in Fachgebieten mit hohen medizinisch-rechtlichen Risiken, wo Genauigkeit von größter Bedeutung ist. Von Ärzten wird erwartet, dass sie akribische Aufzeichnungen machen, oft unter Zeitdruck, was zu Stress und kognitiver Überlastung führen kann.

KI ermöglicht Barrierefreiheit

Dr. Melania Ishak berichtet von der Belastung durch "ein schlechtes Arbeitsgedächtnis, wenn sie versucht, Massen von Informationen für einen Arztbrief zusammenzufassen, was mit der Zeit zu einem Burnout führt". Um damit fertig zu werden, verlässt sie sich auf "endlose Listen, um zu vermeiden, dass sie wichtige Aufgaben vergisst". Aber mit KI-basierten Medical Scribes wie Tandem, hat sie eine Lösung gefunden.

Durch die Automatisierung der medizinischen Notizen verbessern KI-basierte Medical Scribes nicht nur die Effizienz, sondern schaffen auch ein barrierefreies und integrativeres Umfeld. Für Ärzt:innen und Therapeut:innen, die mit besonderen Herausforderungen konfrontiert sind, ist KI nicht nur hilfreich, sondern transformativ. Sie ermöglicht es Ärzt:innen, ihr Bestes zu geben, ohne durch Dokumentationshürden behindert zu werden.

Wie KI-basierte Medical Scribes einen Unterschied machen

Hier erfahren Sie, wie KI-basierte Medical Scribes die Barrierefreiheit in der Patientendokumentation neu definieren:

✅ Flexible Dokumentationsstile, die sich an unterschiedliche Arbeitsabläufe und Bedürfnisse anpassen und sicherstellen, dass die Notizen so strukturiert sind, wie es für die einzelnen Ärzt:innen sinnvoll ist.

✅ Reduktion der kognitiven Belastung, so dass sich die Ärzt:innen und Therapeut:innen auf die Patientenversorgung statt auf den Papierkram konzentrieren können, was einem Burnout vorbeugt und die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben verbessert.

✅ Verbesserte Qualität der medizinischen Notizen, um sicherzustellen, dass die Dokumentation unabhängig von Schreibfähigkeiten, Gedächtnislücken oder Sprachbarrieren präzise bleibt.

✅ Unterstützung für Echtzeit-Transkription, damit Ärzt:innen, die mit schnell wechselnden Patientengesprächen konfrontiert sind, wichtige Details mühelos behalten können.

Durch den Abbau dieser Barrieren macht die KI die medizinische Dokumentation fairer, weniger anstrengend und letztlich sicherer für Ärzt:innen und Patient:innen. Wenn KI so konzipiert ist, dass sie alle Menschen einbezieht, verbessert sie nicht nur die Arbeitsabläufe, sondern verändert auch das Leben, indem sie Stress reduziert, die Effizienz steigert und sicherstellt, dass alle Ärzt:innen, unabhängig von persönlichen Herausforderungen, in ihrem Beruf brillieren können.

Über Dr. Katie Baker

Katie Baker, Director UK & Irland bei Tandem Health, ist eine qualifizierte NHS-Hausärztin mit mehr als einem Jahrzehnt Erfahrung und einem Hintergrund in Neurowissenschaften. Sie hat NHS-Notfalldienste geleitet, globale Gesundheitstechnologieunternehmen beraten und setzt sich für die Rolle der KI bei der Verringerung des Verwaltungsaufwands ein, um die Patientenversorgung zu verbessern.

Wenn Sie Fragen haben oder die Zukunft der KI im Gesundheitswesen diskutieren möchten, kontaktieren Sie Katie auf LinkedIn.

Oliver Åstrand
Als CTO und Mitbegründer von Tandem leitet Oliver unsere KI- und Technologiebemühungen mit dem Schwerpunkt auf der Weiterentwicklung der Fähigkeiten unseres Ambient Scribe.
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